Literatur
Literatur
2008
Simplicius 45, Roman. Von Heinz Küpper
Mit einem Vorwort von Achim Konejung
Genre: Prosa
Seiten: 264
ISBN: 3-941037-45-8
Bemerkung: Broschur
Verlag Ralf Liebe
Heinz Küppers großes und einzigartiges Bekenntnis zu seiner Vergangenheit
Der Erzähler berichtet, was er alles vom ersten bewußten Augenblick an bis über das Kriegsende hinaus in seiner kleinen Stadt westlich des Rheins erlebt hat: Judenhetze, Kriegsbeginn, Umgang mit Kriegsgefangenen, Kellerdasein im Luft-Raum, Hunger, die Besetzung. 1945 ist er 14 Jahre alt und bereit, als Werwolf weiterzukämpfen. Aber gerade noch rechtzeitig wird er Dolmetscher bei den Amerikanern, befreundet sich mit ihnen und gewöhnt sich an Ami-Zigaretten.
Heinz Küpper hat sich den Blickwinkel eines Jungen zueigen gemacht, der im Grunde gar nicht anders konnte, als Nazi zu sein.
In den sechziger Jahren ist "Simplicius 45" erstmals im Verlag Middelhauve erschienen. Es folgte eine Taschenbuchausgabe und Übersetzungen in sechs Sprachen. Das überaus erfolgreiche Buch wurde häufig in einem Atemzug mit Günter Grass´ "Blechtrommel" genannt.
Das literarische Werk von Heinz Küpper veröffentlicht in Einzelbänden von der Konejung Stiftung: Kultur, herausgegeben von Armin Erlinghagen in Zusammenarbeit mit Sahar naz Parsa.
Hier ziehe ich die Schuhe aus. Geschichten zum 60. Geburtstag von Nordrhein-Westfalen [Gebundene Ausgabe]
Amir Shaheen (Autor)
Mit einem Beitrag von Achim Konejung
Kurzbeschreibung
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen! Nordrhein-Westfalen! Gibt es etwas Unvereinbareres, als Rheinländer und Westfalen in einem Zusammenhang zu nennen? Wie konnte es zu so einer eklatanten Fehlentscheidung und zur Gründung eines solchen Bundeslandes kommen? Natürlich – so etwas können nur äußere Feinde zustande bringen, und so waren es die Engländer, die 1947 unter dem Codenamen „Operation Marriage“ – was ja eher nach dem Tarnnamen für einen Bombenangriff zur Vernichtung des Ruhrgebiets klingt – eine Verwaltungseinheit schufen, aus der dann später Nordrhein-Westfalen entstehen sollte. Das also war der Plan der Engländer, die selber lange brauchten, um auf ihrer Insel andere Volkstämme wie Schotten und Waliser anzuerkennen: Rheinländer und Westfalen in einen Raum sperren und dann zuschauen, wie sie sich die Köpfe einhauen. Aber so schlimm sollte es dann doch nicht kommen.
Literatur
09.06.10
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